Training

Das Training gliedert sich im Wesentlichen in die Elemente Grundschule, Partnerübungen und Formen.

Die Grundschule enthält die elementaren Techniken, wie Schritttechniken, Angriffe (Hiebe, Hiebkombinationen, offensiver Einsatz von Parierstange und Knauf...), Paraden usw. Selbst bei fortgeschrittenen Sportlern nimmt die Grundschule einen großen und wichtigen Raum im Training ein. Auch einfache Einzeltechniken lassen sich praktisch immer verfeinern und verbessern.

Partnerübungen umfassen das weite Feld derjenigen Übungen, bei denen es zu Kontakt mit dem Trainingspartner kommt. Von einfachen Hieb- und Paradetechniken bis hin zu freiem Technikaustausch und schließlich zum Freikampf.

Die Formen sind bei der Modernen Schwertkunst das Äquivalent zu den Katas, wie sie z.B. bei Karate trainiert werden. Eine fest vorgegebene Abfolge von Einzelelementen wird verkettet und es entsteht der Eindruck eines Kampfes gegen einen oder mehrere imaginäre Gegner. Ziel des Trainings der Formen ist die Übung der Koordination, der Körperbeherrschung und der Körperspannung, so dass das Ergebnis ein dynamischer und ästhetischer Gesamteindruck ist. Langsam gelaufen haben Formen zudem einen meditativen Charakter (ähnlich dem von Tai Chi Übungen).

Die neben dem aus Holz oder Nylon gefertigten Schwert verwendete weitere Ausrüstung ähnelt der anderer Kampfsportarten. Bekleidet sind die Athleten mit einem schwarzen Kampfanzug, dem Gi. Trainiert wird barfuß. Eine Schutzausrüstung ist für den Freikampf erforderlich, der erst bei fortgeschrittenem Können einen größeren Stellenwert im Training einnimmt. Geschützt werden vor allem Kopf, Rumpf, Arme, Hände, Knie und Oberschenkel.

Einige "Spezialthemen" werden ebenfalls ins Training integriert. Dazu gehören unter anderem die Fallschule (mit und ohne Schwert), waffenlose und Entwaffnungs-Techniken und in Einzelfällen Trainingseinheiten in anderen (Kampf-) Sportarten, von denen der Schwertkämpfer profitieren kann.

Und natürlich darf das Kraft- und Konditionstraining nicht zu kurz kommen!